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Zentrum für Humangenetik Bremen

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Protest gegen die Schließung des Zentrums für Humangenetik


Zeichnen: Petitionen L 18/471 - Beschwerde über die beabsichtigte Schließung des Zentrums für Humangenetik

Keine Schließung des Zentrums für Humangenetik – Krebsgesellschaft appelliert an Senatorin

Am 17. Dezember soll der akademische Senat der Universität über Kürzungsmaßnahmen an der Universität entscheiden. Auf der Tagesordnung steht auch eine mögliche Schließung des Zentrums für Humangenetik. Die Bremer Krebsgesellschaft hat jetzt einen Appell an die Politik, insbesondere die Senatorin für Bildung und Wissenschaft, gerichtet alles zu tun, um diese Schließung abzuwenden. Die Universität habe guten Grund, stolz darauf zu sein, eine solche international renommierte Forschungseinrichtung zu haben, deren Arbeit nicht zuletzt auch krebskranken Menschen in der Region zu Gute käme.
Das Zentrum für Humangenetik der Universität Bremen untersucht Mechanismen der Tumorentstehung. Im Vordergrund stehen dabei Brustkrebs und Gebärmuttertumoren sowie Tumoren der Schilddrüse. Wichtige Erkenntnisse über die Entstehung dieser Tumoren gehen auf Arbeiten am Bremer Zentrum zurück und einige dieser Erkenntnisse werden bereits im Sinne einer verbesserten Diagnose- und Therapiefindung eingesetzt. Geht es nach dem Willen der Unileitung, so steht das Zentrum nun vor dem Aus: Am kommenden Mittwoch soll seine Auflösung beschlossen werden. 
„Die großen wissenschaftlichen Erfolge des Zentrums für Humangenetik zeigen, dass
Bremen auf dem Gebiet der Tumorforschung eine Forschungsinstitution von internationaler Bedeutung vorzuweisen hat“ stellt der Vorsitzende der Bremer Krebsgesellschaft, Professor Ernst-Heinrich Schmidt fest. „Zudem ist das Zentrum durch seine langjährige Arbeit auch zu einem wichtigen Bestandteil der Betreuung krebskranker Menschen unserer Region geworden. Nicht zuletzt profitieren davon auch die auf Prävention und Patientenaufklärung ausgerichteten Programme und Angebote unserer Bremer Krebsgesellschaft erheblich von der Arbeit des Zentrums“. Käme es zu einer Schließung, würde Kompetenz, die jahrelang erarbeitet wurde, unwiederbringlich verloren sein und Bremen ein renommiertes Forschungsinstitut verlieren – mit negativen Auswirkungen nicht nur auf die Tumorforschung, sondern auch auf krebskranke Menschen der Region. Mit ihrem Appell an die politisch Verantwortlichen hofft die Bremer Krebsgesellschaft, diese Entwicklung abzuwenden.

Kontakt: Bremer Krebsgesellschaft e.V., Marie Rösler, Am Schwarzen Meer 101-105, 28205 Bremen,
Tel. 0421-491 92 22, roesler@bremerkrebsgesellschaft.de


Prof. Dr. med. Klaus-Peter Dieckmann

Basierend auf Forschungsarbeiten des Zentrums für Humangenetik der Bremer Universität läuft derzeit eine Studie zur Anwendung eines neuen Markerstoffes im Serum von Hodenkrebs-Patienten („miR371“). Die Identifizierung dieses neuen Markerstoffes, der mit genetischen Labormethoden im Blut gemessen werden kann, ist ein Durchbruch bei der Hodenkrebsbehandlung, denn Früherkennung und Therapie-Überwachung von Hodenkrebs-Patienten wird hiermit wesentlich verbessert werden können, und ein Großteil der bisher erforderlichen Röntgenuntersuchungen wird verzichtbar werden. Dementsprechend hat das Projekt bereits hohe international Anerkennung gefunden.
Zwischenergebnisse wurden auf internationalen Mediziner-Kongressen in Kopenhagen und Stockholm vorgestellt. Im Februar werden die Ergebnisse auf der diesjährigen Jahrestagung der amerikanischen Gesellschaft für Onkologie/Sektion Urologie in Orlando, Florida, vorgestellt. An der Studie nehmen deutschlandweit urologische Fachkliniken teil; Kliniken in den Niederlanden und Dänemark haben ebenfalls Interesse an der Teilnahme bekundet.
Die bisherigen Studienergebnisse rechtfertigen die Hoffnung, dass mit dem neuen Markerstoff eine entscheidende Verbesserung bei der Behandlung von Hodenkrebs erreicht werden kann.
Eine Schließung des Bremer Zentrums würde eine Fortführung der Studie torpedieren und damit die Hoffnung auf eine Verbesserung der Therapie bei den zumeist jungen Hodenkrebs-Patienten zunichte machen.

Prof. Dr. med. Klaus-Peter Dieckmann,
Chefarzt Klinik für Urologie
Ärztlicher Leiter Hodenzentrum Hamburg
Albertinen-Krankenhaus, Hamburg


Prof. Dr. med. Bernd Hertenstein

Mit großer Verwunderung habe ich Ankündigungen zur Schließung des Zentrums für Humangenetik der Universität Bremen, eines unserer wichtigen Kooperationspartner, zur Kenntnis genommen. Bei der Betreuung krebskranker Menschen spielen Ergebnisse genetische Untersuchungen heute nicht nur bei der Diagnostik, sondern auch bei der Therapieplanung eine wichtige Rolle, die zukünftig noch deutlich zunehmen wird. In hohem Maße gilt das u.a. für Leukämien und Krebserkrankungen der Lymphdrüsen.
Vor diesem Hintergrund sind mir die Schließungspläne, die ein international renommiertes Institut betreffen, unverständlich.

Prof. Dr. med. Bernd Hertenstein
Direktor, Medizinische Klinik I. im Zentrum für Innere Medizin
Klinikum Bremen-Mitte
Bremen


Dr. med. Susanne Feidicker

Generell wird es in unserem Fach, insbesondere auch für die Therapieplanung bei Tumorpatientinnen, immer wichtiger, humangenetischen Sachverstand in die Entscheidungen miteinzubeziehen. Die Kooperationsmöglichkeit mit dem Zentrum für Humangenetik innerhalb unseres Brustzentrums (http://www.diakobremen.de/zentren/brustzentrum/) ist zu einem wichtigen Bestandteil unserer Arbeit geworden. Natürlich profitieren wir dabei besonders davon, dass Forschung zur Entstehung gynäkologischer Tumoren einer der wissenschaftlichen Schwerpunkte des Zentrums für Humangenetik ist. Eine Schließung des Zentrums würde sich sicherlich gegen die Interessen krebskranker Frauen richten.

Dr. med. Susanne Feidicker
Chefärztin der Frauenklinik und Leiterin des Brustzentrums
DIAKO Bremen
Bremen


Prof. Dr. med. Burkhard M. Helmke

Mit einer Schließung des Zentrums für Humangenetik würde eine nicht nur innerhalb von Deutschland bedeutende Forschungsinstitution aufhören zu existieren. Die wissenschaftliche Community verdankt der Arbeit der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des ZHG zahlreiche wichtige Erkenntnisse zur Entstehung von Tumoren. Entsprechend hoch ist das Ansehen, das das ZHG national wie international genießt. Bei mir und vielen Fachkollegen haben die jetzt bekannt gewordenen Pläne einer Schließung dieses Instituts daher ungläubiges Staunen hervorgerufen.

Prof. Dr. med. Burkhard M. Helmke
Chefarzt des Instituts für Pathologie
Elbe Kliniken, Klinikum Stade
Stade


Dr. med. Jürgen Spehn

Lieber Herr Professor Bullerdiek,
mit Unverständnis und Bestürzung erfuhr ich, dass eine Schließung des von Ihnen geführten Zentrums für Humangenetik immer noch zur Debatte steht. Die herausragend Bedeutung Ihres Instituts für die biotechnoklogische Forschung in Bremen und Ihre hochqualifizierte Unterstützung in der klinischen und ambulanten Versorgung hämatoonkologischer Patienten machen ein Fortbestehen des zentrums für Humangenetik unverzichtbar. Als klinisch und ambulant tätiger Onkologe hoffe ich im Sinne unserer Patienten sehr auf den Erhalt des ZHG und auf eine Fortführung der wertvollen Zusammenarbeit.

Mit herzlichem Gruß,
Ihr Jürgen Spehn

Dr. med. Jürgen Spehn
Internist, Hämatologie, Onkologie
Oberarzt im Zentrum für Innere Medizin am Klinikum Links der Weser,
Bremen
Außerordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft seit 2010







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