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Zentrum
für Humangenetik Bremen
Universität Bremen, Leobener Str. ZHG, D-28359 Bremen |
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NEWS
20.10.09
Am 19. November 2009 findet im Rahmen des 11. Bremer Krebskongressesdas Schülerforum statt. Das Schülerforum ist ein kleiner Kongress im Kongress mit dem thematischen Schwerpunkt "Hautkrebs". Beginn ist um 14.00 im Congress Centrum Bremen. Nähere Informationen sind hier zu finden. Wenn Sie an dem Schülerforum teilnehmen möchten, bitten wir um eine Anmeldung mit der Anzahl der teilnehmenden Personen bei: Dr. Inga von Ahsen, Tel.: 0421-2187775 oder Email: vonahsen at uni-bremen.de
09.01.09 Am 18. und 19. November 2009 findet der 11. Bremer Krebskongress statt. Wegen des großen Zuspruchs in den vergangenen Jahren wird es auch in diesem Jahr im Rahmen der Veranstaltung wieder einen Schülerkongress geben. Das Thema des Schülerkongresses lautet "Hautkrebs". Für Schülerinnen und Schüler besteht hier die Möglichkeit, eigene Arbeiten zum Thema in Form von Postern oder Vorträgen vorzustellen. Einsendeschluss der Ausarbeitungen ist der 12.10. Bis zum 26.10. werden die Autoren der 20 besten Beiträge benachrichtigt und aufgefordert, ein Poster zu erstellen. Die drei besten Poster wiederum werden von einer Expertenjury ausgewählt werden und erhalten insgesamt 500 Euro, die Gewinner dürfen außerdem ihr Projekt auf dem Kongress vortragen. Weitere Informationen sind hier zu finden.
12.05.2005
Myomforschung:
Bremer Wissenschaftler ist weltweit Top-Autor
Veröffentlicht von: Angelika Rockel, Universität Bremen Veröffentlichungen von Professor Jörn Bullerdiek werden international am meisten zitiert Eine amerikanische Untersuchung hat jetzt bestätigt: Professor Jörn Bullerdiek vom Zentrum für Humangenetik der Universität Bremen ist auf dem Forschungsgebiet "Myome der Gebärmutter" der weltweit am meisten zitierte wissenschaftliche Autor. Die Universität Bremen nimmt aufgrund dieser Arbeiten als eine Top-Institution immerhin einen respektablen achten Platz ein. Zu diesen Ergebnissen kommt die Organisation "Essential Science Indicators" (ESI), die wissenschaftliche Publikationen auswertet. In diesem Jahr hat sie in der Rubrik "Special Topics" die internationalen Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der Gebärmuttermyome untersucht. Um die Qualität von wissenschaftlichen Forschungsarbeiten zu messen, wird von ESI ein Indikator benutzt, der derzeit am besten eine Abschätzung der wissenschaftlichen Bedeutung einer bestimmten Arbeit ermöglicht: Es wird nämlich die Anzahl der Publikationen ermittelt, in denen auf die zu bewertende Arbeit Bezug genommen wurde. So wird die Wertschätzung der Scientific Community für eine Publikation oder eine Gruppe von Publikationen gemessen. Seit 2001 widmet sich ESI in seinen Special Topics vier bis sechsmal im Jahr auch den Life Sciences. Das erste Special Topic in diesem Jahr sind die Uterusmyome. Unter anderem wurden dabei für einen 11-Jahreszeitraum (1994 bis 2004) die 20 Top-Autoren und 20 Top-Forschungsinstitutionen auf diesem Gebiet ermittelt. Konkret beziehen sich die Daten auf eine Anzahl von 14.330 erfassten Autoren, die auf diesem Gebiet publiziert haben, auf die Auswertung von 737 verschiedenen Fachzeitschriften und von 2.985 Forschungsinstitutionen. Zum Forschungshintergrund Myome der Gebärmutter sind nicht nur die mit Abstand häufigsten gynäkologischen Tumoren, sondern sie gehören auch zu den häufigsten Tumoren des Menschen überhaupt. Nach neuesten Studien haben zwei Drittel aller Frauen ein oder mehrere Myome. Die Tumoren gehen von der Muskulatur der Gebärmutter aus und sind gutartig. Das heißt, ihre Zellen wachsen nicht infiltrierend in das Umgebungsgewebe hinein und sie bilden auch keine Tochtergeschwülste (Metastasen). Myome sind nicht lebensbedrohend, führen allerdings bei bis zu 20 Prozent der Frauen zu Begleitbeschwerden wie starke Blutungen und Schmerzen. Auch ungewollte Kinderlosigkeit hängt vielfach mit Gebärmuttermyomen zusammen. Wegen der großen Häufigkeit der Myome und der mit ihnen verbundenen Symptome zählen Myomoperationen zu den häufigsten gynäkologischen Eingriffen. Allein in den USA werden aus diesem Grund jährlich 200.000 Hysterektomien (Entfernungen der Gebärmutter) vorgenommen. Myome sind längst als ein wichtiges Public-Health-Problem erkannt. Entsprechend intensive Anstrengungen werden in der Forschung unternommen, um die Behandlung von Myomen zu verbessern, aber auch um mehr über ihre Entstehungsmechanismen zu erkennen und damit vielleicht langfristig auch eine Prävention betreiben zu können - international federführend Professor Jörn Bullerdiek und sein Team vom Zentrum für Humangenetik der Universität Bremen. Pressemitteilung
vom 4.4.05
Der Lockruf des Tumors
Tumoren sind nicht
eigenständig
lebensfähig, sondern schmarotzen in ihrem Wirt, dem erkrankten
Menschen. Aber wie alle Zellen benötigen auch die Tumorzellen
für ihr Überleben und ihre Vermehrung Sauerstoff.
Eine
besonders raffinierte Strategie, wie Tumoren sich – zu Lasten
ihres Wirtes – diesen Sauerstoff verschaffen können,
haben
Wissenschaftler des Zentrums für Humangenetik der
Universität
Bremen jetzt entdeckt.
Normalerweise würde die Größe von Tumoren auf einen Durchmesser von 1-2 mm beschränkt bleiben, weil nur bis zu dieser Grenze die Sauerstoffversorgung des wachsenden Tumors aus der Umgebung sichergestellt ist. Offensichtlich haben Tumoren aber Strategien entwickelt, um auch darüber hinaus ihre Sauerstoffversorgung und damit auch ihr Wachstum sicherzustellen – sie „locken“ aus ihrer Umgebung Gefäße an, über die dann Sauerstoff zum Tumor transportiert wird. Das Team des Bremer Humangenetikers Jörn Bullerdiek ist jetzt einem besonders raffinierten Mechanismus auf die Spur gekommen, den Tumorzellen nutzen, um das Wachstum von Gefäßen anzuregen: In der neuesten Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift American Journal of Pathology berichten die Wissenschaftler über einen Lockstoff mit dem komplizierten Namen „High Mobility Group Protein B1“, kurz HMGB1. Bricht die Sauerstoffversorgung des Tumors zusammen, kann es zu so genannten Nekrosen kommen, einem Absterben von Zellen. Das eigentlich im Zellkern lokalisierte HMGB1 wird nun freigesetzt und bewirkt in der Umgebung ein Auswachsen von Blutgefäßen. Damit dienen selbst die toten Zellen noch dem weiteren Überleben und Wachstum des Tumors. Als neu aufgedeckter Lockstoff der Gefäßentwicklung stellt HMGB1 auch ein interessantes Ziel für die Therapie von Tumoren dar. Das Abfangen der Signale könnte den Tumoren eine für ihr Überleben wichtige Möglichkeit nehmen. Top |